zurueck  Tisch­abend­mahl am Grün­donners­tag
17. April 2014
 Schon seit einigen Jahren feiern wir in unserer Hoffnungsgemeinde an Gründonnerstag das Tischabendmahl. Es soll an das letzte Abendmahl erinnern, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Der Schwerpunkt im Gottesdienst war die Frage, wer Jesus wohl verraten und damit große Schuld auf sich laden würde.
TischAbendmahlDas Tischabendmahl


  Am Gründonnerstag, dem 17. April, war es wieder mal soweit. Die Philippus-Kirche war wunderschön hergerichtet. Brot und Saft standen auf den Tischen bereit. Viele Besucher fanden sich an den Tischen ein (Bild rechts). Der Gottesdienst begann mit dem „Largo″ von Antonio Vivaldi, vorgetragen vom Flötenkreis unserer Gemeinde unter der Leitung von Brigitte Günzel. Nach der Eingangsliturgie schloss sich die Gründonnerstagsmesse von Anton Bruckner, wiederum gespielt vom unserem Flötenkreis, an. Pfarrerin Louisa Mallig, die diesen Gottesdienst mit uns feierte, erklärte während der Liturgie sehr einfühlsam und kurz die Teile einer Messe, nach denen bis heute noch alle Gottesdienste gefeiert werden.

FötenkreisDer Flötenkreis
  Ihrer Predigt lag ein Bild des Malers Sieger Köder zugrunde, bei dem die zwölf Jünger um den Tisch beim Abendmahl zusammen saßen und Jesus als Hauptperson nur als Spiegelbild im Weinbecher zu sehen war. Die Jünger sahen äußerst verwirrt und erschrocken aus ob der Aussage Jesu, dass ihn einer von ihnen verraten würde, wobei er ja schon wusste, wer es sein wird. Immer wieder kam die Frage auf: „Bin ich's?″

  Während der Abendmahlsfeier reichten die Anwesenden Brot und Saft an ihre Nachbarn weiter. Dazu begleitete uns Berthold Fritz musikalisch an der Orgel. Die Fürbitten formulierten Frauen aus unserer Gemeinde. Dazu sangen wir als Zwischengesang ein Lied, bei dem es um enge Grenzen, Ohnmacht, verlorenes Zutrauen und die Sehnsucht nach Geborgenheit ging.

Mit dem Segen und dem Orgelnachspiel endete ein beeindruckender Gottesdienst.

Text:  Brigitte Günzel
Bilder: Erich Schwall