zurueck   Alles begann im Jahr 1985 mit einem Aufruf im Gemeindebrief der damaligen Thomasgemeinde, sich freitags um 18:30 Uhr im Gemeindehaus zum fröhlichen Muszieren mit Blockflöten zu treffen. Bald fanden sich einige Blockflötenspieler wöchentlich, um unter der Leitung von Herrn Zimmermann zusammen zu „flöteln”.
  Anfangs spielte man recht einfache Stücke. Der Kreis erweiterte sich aber schnell, so dass die vormals kleine Blockflötenfamilie schon bald UeberschrCentervierstimmige  anspruchsvolle, hübsche kleine Barockstücke einstudieren konnte. Bei verschiedenen Anlässen, sei es in Gottesdiensten, bei der damals jährlich an Erntedank stattfindenden „Singenden-klingenden-Thomaskirche", in der Adventszeit und bei den Seniorenweihnachtsfeiern der Philippus-, Stephanus- und Thomasgemeinde und in verschiedenen Altersheimen wurden die o. g Stücke musiziert und voller Freude angehört.
Die Leitung lag damals in den Händen von Monika Kraft. Im Jahre 1992 hatte der Flötenkreis die Rodrigo-Suite von G. F. Händel eingeübt um sie bei einem Gottesdienst in der Thomaskirche zu spielen. Frau Kraft schlug vor, das schöne Stück mit Orgelbegleitung vorzutragen und sie fragte mich, ob ich das übernehmen könnte. Ich war sehr gerne dazu bereit. So fand am 17. Mai 1992 BlockfloetenorchesterKAunser erstes gemeinsames Spielen in der Thomaskirche statt.
  Dieses Zusammenspiel machte uns allen so viel Freude, dass meine Idee, weiterhin miteinander zu musizieren, sofort in die Tat umgesetzt wurde. Als Frau Kraft bald darauf nach Berlin wegzog, übernahm ich die anfangs nicht leichte Aufgabe, den Flötenkreis durch den Dschungel von Rhythmus, Takt und Noten zu leiten.
  Nun sind wir schon 23 Jahre beieinander und immer noch ist es eine große Freude, miteinander zu musizieren. Zwischenzeitlich hat sich personell einiges in unserem Flötenkreis getan. Vier Flöten-Damen aus Durmersheim gesellten sich im Jahr 1996 zu uns und blieben bis heute ununterbrochen dabei.
  Wie die Damen von „Paul`s Piffery" zu uns fanden, beschreibt Frau Domnick-Lüdke unten ganz wunderbar lebendig.
Text: Brigitte Günzel

 
Paul´s Pifferey
Wie sich die Lebens- und Musikstränge zusammenfügen …
  Hanna Geiger und Anna-Gerda Barth spielten zum Geburtstag meines Schwagers auf, Musik für Blockflöte und Cembalo. Daraus ergab sich ein freundliches Gespräch über Musik und andere kreative Tätigkeiten bei Kuchen und Kaffee, und dann, einige Zeit später war meine Frage an Hanna Geiger, ob sie - als einzige professionelle Musikerin - Lust und Zeit hätte, in einem Laienblockflötenquartett mitzuspielen.
  So fand unser erstes Zusammenspiel am 05.11.2001 bei uns in der Breiten Straße in Beiertheim statt. Hanna Geiger sorgte für Noten und hatte Fachkompetenz, ich hatte Wohnzimmer und Wein im Schrank, der von meinem Mann nach getaner „Arbeit" gern zum Nachspülen genossen wurde. Von der fachkompetenten Hanna kam dann auch der Name: „Paul´s Pifferey", Paul abgeleitet von Paul-Gerhardt-Gemeinde, zu der wir den landeskirchlichen Bezug hatten, Pifferey bezog sich auf unsere vorwiegende Musikliteratur aus Renaissance und Barock.
  Seitdem sind wir viele Musikwege gegangen, der Kern des Quartetts blieb bestehen, andere Flötende kamen und gingen. Im Juni 2010 gingen wir dann - so wie uns das Schicksal geführt hat - als Quartett probeweise zum Flötenkreis der Hoffnungsgemeinde, der seit vielen Jahren dort etabliert ist, und wir blieben - bis heute.
  Es ist ein wundervoller Weg gemeinsam zu musizieren. Die gelegentlichen Auftritte vor Publikum, sei es im Gottesdienst, bei einem anderen kirchlichen Anlass, oder bei einem Konzert hier oder da, Paul-Gerhardt- oder Hoffnungsgemeinde beleben Herz, Geist und alle Sinne, das allfällige Lampenfieber wirkt verjüngend und für das weitere Üben anregend. Sogar bis ans Ufer des Bodensees haben uns die Flötentöne im Sommer 2014 gespült! Mögen uns noch viele schöne gemeinsame Musikstunden beschieden sein!

Um unser Jubiläum musikalisch gebührend zu feiern, haben wir am
18. Oktober 2015 um 18:00 Uhr zum Jubiläumskonzert in die Thomaskirche eingeladen.

  Text: Sibylle Domnick-Lüdke